Bittere Verluste für Russland: Ukraine erreicht beängstigenden Meilenstein

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Die Ukraine hat offenbar eine russische Drohnen-Fabrik attackiert. © Collage / Telegram/Imago/SNA

Russland bestätigt ukrainische Drohnenangriffe über 1.200 Kilometer hinter der Grenze. Sollten die Fluggeräte in der Ukraine gestartet sein, wäre das ein Meilenstein im Ukraine-Krieg.

Nischnekamsk – Etwa 1.200 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt gab es am Dienstag (2. April) zwei ukrainische Drohnenangriffe: Einen auf eine russische Drohnenfabrik, einen weiteren auf eine Ölraffinerie. Der Republikchef von Tatarstan, Rustam Minnichanow, bestätigte die Angriffe auf Industrieanlagen in den Städten Jelabuga und Nischnekamsk auf der Plattform Telegram. Sollte sich herausstellen, dass die Drohnen von der Ukraine aus starteten, wäre dies ein neuer Meilenstein für die ukrainische Armee.

Drohnen im Ukraine-Krieg: Effektives Mittel im Abwehrkampf gegen Putins Russland

Kleine Drohne, große Wirkung: Die wendigen und vergleichsweise kostengünstigen Fluggeräte können richtig eingesetzt schwere Schäden anrichten. So konnte die ukrainische Armee beispielsweise mehrfach schwere russische Panzer per Drohne zerstören. Effektiv sind die unbemannten Fluggeräte auch im Einsatz gegen Öldepots, die selbst mit geringen Sprengladungen leicht in Brand geraten.

Die Kosten dafür gehen für Russland in Millionenhöhe und genau das ist so gewollt. Denn Kiew setzt im Ukraine-Krieg auf den indirekten Ansatz: Im Kampf in der Tiefe versucht die ukrainische Armee den russischen Nachschub an die Front zu unterbinden. Brennende Ölvorräte treffen Russland doppelt: Einerseits reduziert ein solcher Brand den Treibstoffnachschub an die Front, andererseits fehlt Geld in der Kriegskasse und für die Rüstungsindustrie.

Drohnenangriffe gegen Russland im Ukraine-Krieg: Putins Ölraffinerien weiter im Visier

Einer der ukrainischen Drohnenangriffe vom Dienstag zielte dementsprechend auf eine der größten Ölraffinerien des Landes in der Stadt Nischnekamsk, wie das ukrainische Medium Kyiv Independent unter Berufung auf Quellen aus dem Sicherheitsdienst SBU berichtete. Lokale russische Medien teilten mit, dass der ukrainische Angriff durch Störsender vereitelt werden konnte.

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Die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti erwähnte indes einen Brand in der Taneco Ölraffinerie, der bereits nach 20 Minuten gelöscht war. So oder so ein Erfolg für die Ukraine: Denn dies wäre der am weitesten von der Grenze entfernte Angriff in Russland seit Beginn des Krieges. Zunächst war allerdings unklar, ob die Drohnen von ukrainischem oder russischem Gebiet gestartet waren.

Drohnenangriffe der Ukraine zielen auf Produktion der Shahed-Drohnen in Russland ab

Der Drohnenangriff in Jelabuga in der russischen Region Tatarstan habe ein Industriegebiet getroffen, in dem Russland die im Iran entwickelte Kamikaze-Drohne Shahed herstellt, teilte der Berater des ukrainischen Innenministeriums, Anton Geraschtschenko, auf der Plattform X (vormals Twitter) mit.

Die Angaben ließen sich nicht unabhängig verifizieren, doch auch in mehreren ukrainischen Medien gab es entsprechende Berichte, die sich auf Quellen beim Militärgeheimdienst HUR beriefen. Es habe „erhebliche Schäden“ gegeben, hieß es von ukrainischer Seite. Russland meldete mindestens zwölf Verletzte. Zwei Drohnen seien in der Nähe eines Studentenheims in Jelabuga explodiert, hieß es von russischer Seite.

Deshalb gewinnen Drohnen im Ukraine-Krieg immer mehr an Bedeutung

Schon zu Beginn des Krieges kündigte die Ukraine an, auf Drohnen zu setzen. Dabei baute Kiew auch handelsübliche Modelle zu Aufklärungs- und Angriffszwecken um. Unter Hochtouren arbeitete man zudem an der Reichweite der unbemannten Fluggeräte. Das Ziel: Die Angriffe mit den Drohnen immer weiter ins russische Hinterland zu tragen. Denn westliche Waffen sind dafür tabu. „Die meisten eingesetzten Drohnen haben eine Reichweite von 700 bis 1000 Kilometern. Aber es gibt mittlerweile Modelle, die mehr als 1000 Kilometer weit fliegen können“, bestätigte der ukrainische Minister für digitale Transformation, Mychajlo Fedorow, in einem aktuellen Gespräch mit der Welt.

In seiner Neujahrsansprache hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj für das Jahr 2024 eine Million zusätzlicher Drohnen angekündigt. Möglich seien mit Blick auf die Produktionskapazität laut Fedorow sogar zwei Millionen, lediglich das Geld dafür fehle, so der Minister. Nicht nur zu Lande, auch zu Wasser spielen Drohnen eine wichtige Rolle. Mit sogenannten Seedrohnen gelingt es der Ukraine, die russische Schwarzmeerflotte in Schach zu halten. Diese Taktik sichert der „Kornkammer der Welt“ auch wichtige Getreideexporte – entscheidend für die ukrainische Wirtschaft.

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