Droht Russland eine Pleitewelle? Putins Firmen gehen reihenweise bankrott

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Putin gibt am meisten Geld für den Ukraine-Krieg aus. Unter seiner „Kriegswirtschaft“ leiden allerdings die Unternehmen. Auch die Sanktionen wirken.

Moskau – Die Wirtschaftsführung von Wladimir Putin rächt sich: Seit geraumer Zeit gibt es Anzeichen, dass es mit der wirtschaftlichen Lage in Russland bergab geht. Die Zahl der Unternehmen, die in Russland in Konkurs gegangen sind, ist in den ersten beiden Monaten des Jahres 2024 sprunghaft angestiegen.

Russlands Wirtschaft leidet unter Sanktionen und Inflation – mehrere Firmen gehen pleite

Im 2024 Januar meldeten 571 Unternehmen in Russland Insolvenz an – ein Anstieg von 57 Prozent im Vergleich zu vor einem Jahr. Im Februar 2024 meldeten 771 Unternehmen Konkurs an. Das sind 60 Prozent mehr als die 478 Unternehmen im Vorjahresmonat, wie jüngst die Wirtschaftszeitung Kommersant unter Berufung auf Daten des föderalen Konkursregisters berichtete.

Putin muss wohl bald einen hohen Preis für seine „Kriegswirtschaft zahlen“ – Russland droht eine Pleitewelle. © Mikhail Metzel/imago

Juristen bestätigen diese Information gegenüber der Zeitung und erwarten ein stetiges, wenn auch nicht explosionsartiges Wachstum der Zahl der insolventen Unternehmen. Es schien, als hätte Russland schon im Jahr 2023 versucht, Maßnahmen gegen Pleitewellen zu ergreifen: Laut Newsweek schlug der Oberste Gerichtshof Russlands vor, die Grenze für Konkursschulden von 300.000 Rubel (3.000 Euro) auf 2 Millionen Rubel (20.000 Euro) anzuheben. Ziel sei, die Zahl der Insolvenzen um 40 Prozent zu senken. Dieses Vorhaben gilt jedoch sowohl bei den Behörden als auch Juristen als umstritten.

Putin zahlt hohen Preis für „Kriegswirtschaft“ – hohe Inflation und Zinssätze

Der Anstieg der Unternehmensinsolvenzen steht zudem im Gegensatz zu den offiziellen Statistiken des Kremls. Das russische Statistikamt hatte positive Wirtschaftsdaten für 2023 veröffentlicht. Demnach ist Wirtschaft um 3,6 Prozent im Vergleich zu 2022 gewachsen, teilte die Behörde Rosstat anhand erster Berechnungen am Mittwoch (7. Februar) mit. Ökonomen führen das Wirtschaftswachstum vor allem auf die hohen Militärausgaben im Ukraine-Krieg zurück. Diese sollen im Jahr 2024 noch weiter steigen.

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Doch die guten Zahlen trügen offenbar – man betrachte die hartnäckige Inflation und die hohen Zinssätze, die der russischen Wirtschaft deutlich zu schaffen machen. Die Zentralbank der Russischen Föderation hatte zuletzt aufgrund der hohen Inflation die Zinssätze auf bis zu 16 Prozent angehoben. „Der aktuelle Inflationsdruck bleibt hoch“, erklärte die Zentralbank Mitte Dezember 2023. Zugleich signalisierten die Banker, dass angesichts der anhaltenden Inflationsgefahren noch für lange Zeit eine straffe geldpolitische Linie angezeigt sei.

Das stellt auch für die russischen Unternehmen ein Problem dar. „Die Unternehmen haben Probleme bei der Refinanzierung, da die Auswirkungen der geldpolitischen Straffung zu greifen beginnen“, so der polnische Finanzmarktanalyst Bartosz Sawicki gegenüber Business Insider.

Sanktionen machen Putin und der russischen Wirtschaft zu schaffen – Ölhandel bricht ein

Sawicki wies auch die Auswirkungen der westlichen Sanktionen hin. „Obwohl russische Unternehmen ihr Möglichstes tun, um die Sanktionen zu umgehen, ist der internationale Handel für viele von ihnen zu einem wichtigen Thema geworden“, so Sawicki gegenüber Business Insider.

Aufgrund westlicher Sanktionen mussten Firmen in Russland beim internationalen Handel enorme Gewinnverluste hinnehmen. So brachen Einnahmen beim Öl- und Gasgeschäft ein – Indien, der als Russlands Top-Ölhandelspartner gilt, erwägt die Geschäfte einzustellen. Grund ist die Sorge vor Sanktionen, nachdem die USA ihr Sanktionspaket gegen Russland verschärft hatte. Dabei nahmen sie auch den russischen Ölhandel stärker ins Visier und setzten russische Geisterflotten auf die Sanktionsliste. Die russische Wirtschaft befinde sich am „Rande der Überhitzung“, lautet das Fazi von Sawicki. (bohy)

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