Nach Moskau-Terror: IS-Ableger auch in Frankreich aktiv

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Trotz der anstehenden Olympischen Spiele löst Frankreich die höchste Terroralarmstufe aus. Die Terroranschläge in Moskau des IS-Ablegers ISPK stimmen Macron besorgt.

Paris – Vier Monate vor den Olympischen Sommerspielen in Paris hat der Anschlag bei Moskau die französischen Behörden aufgeschreckt: Die Regierung rief die höchste von drei Alarmstufen aus. Vertreter der französischen Sicherheitskräfte kamen am Montag (25. März) in Paris zu einem Krisentreffen zusammen. Ziel sei es, zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, etwa verstärkte Taschenkontrollen vor kulturellen Veranstaltungen oder Gottesdiensten.

Macron ist sich sicher: IS-Ableger hatte auch in Frankreich Anschläge geplant

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärte am Rande einer Reise nach Französisch-Guyana, dass der afghanische Zweig der Dschihadistenmiliz IS, die den Anschlag bei Moskau für sich reklamiert hatte, in den vergangenen Monaten auch in Frankreich Anschläge geplant habe. Er warnte Moskau zugleich vor einer „Instrumentalisierung“ des Anschlags, eine Anspielung auf die Haltung des Kremls, das Bekenntnis des Islamischen Staates zu ignorieren und stattdessen eine Verbindung zur Ukraine herzustellen.

Der afghanische Ableger Islamischer Staat Provinz Chorasan (ISPK) gilt auch in Deutschland als derzeit „größte islamistische Bedrohung“. Experten gehen davon aus, dass dieser höchstwahrscheinlich den Angriff in der Konzerthalle verübte. Westliche wie russische Sicherheitsdienste beobachten den ISPK seit langem. „Vom ISPK geht derzeit auch in Deutschland die größte islamistische Bedrohung aus“, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). Der ISPK gilt als der am stärksten international ausgerichtete IS-Ableger. Er zählt viele Überläufer der in Afghanistan herrschenden Taliban zu seinen Mitgliedern.

Die Angreifer steckten die Crocus City Hall am westlichen Rand von Moskau bei dem Terroranschlag in Brand. © Sergei Vedyashkin/Moscow News Agency/AP/dpa

Höchste Terroralarmstufe in Frankreich seit Oktober

Die höchste Alarmstufe galt in Frankreich zuletzt von Oktober 2023 bis Mitte Januar. Sie war ausgerufen worden, nachdem ein Islamist in Arras einen Lehrer erstochen hatte. Die Einstufung mit dem Titel „Attentatswarnung“ bedeutet unter anderem, dass vor Schulen und religiösen Stätten zusätzliche Patrouillen stattfinden. Sie erweitert zudem die Befugnisse der Behörden, um etwa Straßen zu sperren oder die Bevölkerung über Warndienste zu informieren.

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Die Entscheidung zur Ausrufung der höchsten Alarmstufe war nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts am Sonntag im Elysée-Palast gefallen, an der auch Macron teilgenommen hatte.

Innenminister Gérald Darmanin sagte am Montag, die französische Polizei und Gendarmerie seien bereit, um die Sicherheit bei den Olympischen Spielen zu gewährleisten. „Frankreich ist besonders bedroht, weil es universelle Werte vertritt und weil es sich für den Säkularismus einsetzt“, erklärte er. Die Sicherheitskräfte seien auf die Großveranstaltung vorbereitet. Er verwies darauf, dass regelmäßig Anschlagsversuche vereitelt würden.

Terroranschlag in Moskau: Islamischer Staat wohl verantwortlich

In einem Vorort von Moskau waren am Freitagabend maskierte Angreifer in eine voll besetzte Konzerthalle eingedrungen und hatten dort das Feuer eröffnet. Nach offiziellen Angaben wurden mindestens 137 Menschen getötet, darunter drei Kinder. Zu dem Bekenntnis der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) äußerten sich die russischen Behörden bisher nicht.

Der afghanische Zweig der Dschihadistenmiliz IS, die den Anschlag bei Moskau für sich reklamiert hat, ist nach den Worten des französischen Präsidenten Emmanuel Macron „für mehrere Anschlagsversuche in den vergangenen Monaten“ in Frankreich verantwortlich. Angesichts der russischen Linie, den Anschlag mit der Ukraine in Verbindung zu bringen, warnte Macron vor einer „Instrumentalisierung“ des Geschehens. „Wir müssen uns vor jeder Instrumentalisierung oder Verzerrung hüten“, sagte er am Montag am Rande eines Besuchs in Französisch-Guyana.

Macron bietet Putin Zusammenarbeit gegen Terrorismus an – französisches Terror Trauma

Macron bot Russland eine „verstärkte Zusammenarbeit“ mit Blick auf die Terrorbekämpfung an. Kurz nach dem Angriff mit mindestens 137 Toten am Stadtrand von Moskau hatte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) dazu bekannt.

Frankreich steht schon lange im Fokus islamistischem Terrors. Vor allem 2015 entwickelte sich ein kollektives Trauma in Frankreich, als die Satirezeitschrift Charlie Hebdo von islamistischen Terroristen angegriffen wurde. Bei dem Angriff starb fast die gesamte Redaktion, insgesamt kamen zwölf Personen ums Leben.

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Auch Premierminister Gabriel Attal äußerte sich zu den Terrorangriffen in Moskau. Auf der Social-Media-Plattform X schrieb er: „Angesichts der Tatsache, dass der Islamische Staat die Verantwortung für den Anschlag übernommen hat, und angesichts der Bedrohungen, die auf unserem Land lasten, haben wir beschlossen, die Terrorismusalarmstufe auf die höchste Stufe zu erhöhen: Angriffsnotstand.“ (afp/SiSchr)

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