Ukraine-Partisanen kündigen „massiven Angriff auf Putins Truppen“ an

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Kämpfe im Waldgebiet: In einem Video des Sibirischen Bataillons wird anderthalb Minuten lang fast durchgehend geschossen. © Telegram/@SiberianBattalion

In Moskau wartet Wladimir Putin bequem auf seine Wiederwahl. Währenddessen streckt sich der Ukraine-Krieg bis in die russische Grenzregion. Dort machen die Partisanen ernst.

Belgorod – Millionen Menschen mussten im Ukraine-Krieg bereits ihre Heimat verlassen, seit Wladimir Putin den Einmarsch seiner Truppen ins Nachbarland befahl. Fliehen, um leben zu können. Kurz bevor sich der Kreml-Chef wiederwählen lässt, droht nun auch vielen seiner Landsleute die Vertreibung aus ihren Häusern und Wohnungen.

Partisanen greifen Russland an: „Beschuss der Ukraine aus Belgorod muss aufhören“

Denn seit einigen Tagen rücken russische Partisanen wieder in Putins Reich vor. Sie haben es auf die Regionen Belgorod und Kursk abgesehen. Und fordern die dort lebenden Menschen auf, das Weite zu suchen. In einer gemeinsamen Erklärung wenden sich das „Russische Freiwilligenkorps“, das „Sibirische Bataillon“ und die Legion „Freiheit Russlands“ über ihre Telegram-Kanäle an „unsere Mitbürger“ in Belgorod.

„Putins Mörder verüben massive Angriffe auf friedliche ukrainische Städte und positionieren sich zwischen Ihren Häusern, den Schulen Ihrer Kinder und Regierungsinstitutionen. Jeden Tag sterben Dutzende unschuldige Menschen (hauptsächlich Frauen und Kinder) durch Beschuss aus Belgorod“, heißt es darin: „Der Beschuss der Ukraine aus dem Gebiet von Belgorod muss aufhören!“

Daher sehen sich die Kämpfer „gezwungen, das Feuer auf Militärstellungen in den Städten Belgorod und Kursk zu eröffnen“. Es folgt der Evakuierungsappell: „Um zivile Opfer zu vermeiden, fordern wir alle dringend auf, die Stadt sofort zu verlassen. Wir fordern die lokalen Behörden auf, Menschenleben zu retten und mit der Evakuierung der Städte in den Regionen Kursk und Belgorod zu beginnen.“

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Partisanen in Belgorod und Kursk: „Operation wird fortgesetzt, bis alle Ziele erreicht sind“

In weiteren Posts wenden sich die Partisanen, die schon im vergangenen Jahr Schlagzeilen gemacht hatten, direkt an die Bevölkerung, da die Behörden keinerlei Maßnahmen ergriffen hätten. Darin wird auch von der „Befreiung russischer Regionen vom Terrorregime des Kreml“ geschrieben, ebenso von „massiven Angriffen auf Putins Truppen“.

Zudem wenden sich die Gruppen an Roman Starovoit, Gouverneur der Region Kursk, und Wjatscheslaw Gladkow, Gouverneur der Region Belgorod. Sie werden zu einer unverzüglichen Evakuierung aufgefordert. Sollten Zivilisten sterben, würde deren Tod auf dem Gewissen der beiden Männer liegen. Denn die Partisanen betonen: „Die Operation zur Befreiung der Gebiete Kursk und Belgorod wird fortgesetzt, bis alle Ziele erreicht sind.“

Partisanen rufen zur Evakuierung auf: Humanitärer Korridor vor „massivem Angriff auf Putins Truppen“

Sich selbst bezeichnen die offenkundig von Kiew unterstützten Einheiten als „russische Befreiungskräfte“, die Militärs und Sicherheitskräfte dazu aufrufen, sich zu ergeben. Ihren Angaben zufolge wurde von 21 Uhr am Donnerstag bis 7 Uhr am Freitagmorgen ein humanitärer Korridor geschaffen, über den Zivilisten und auch das russische Militär die Gegend verlassen konnten. Anschließend sollte der „massive Angriff“ in dem Bereich starten.

Um die Leute zum Aufbruch zu animieren, wurde auch ein Video veröffentlicht, das Autoschlangen zeigt, die sich nachts vor einer Tankstelle gebildet haben. 7000 Zivilfahrzeuge sollen in den zehn Stunden die Region verlassen haben.

Zwei Männer in Uniform halten eine Fahne in der Hand
Zurück in der Heimat: Zwei Kämpfer der Legion „Freiheit Russlands“ präsentieren die Fahne ihrer Einheit. © Telegram/@legionoffreedom

Partisanen wollen Putin absetzen: Gouverneure berichten von Schäden und Verletzten in Russland

Kursk-Gouverneur Starovoit berichtete am frühen Freitagmorgen auf seinem Telegram-Kanal, das Dorf Gogolevka im Bezirk Sudschanski sei beschossen worden. Es gebe keine Verletzten, drei Häuser seien beschädigt worden. Bereits am Tag zuvor hatten ihm zufolge russische Streitkräfte einen Angriff auf das Dorf Tjotkino zurückgeschlagen.

Für die immer wieder unter Beschuss stehende Stadt Belgorod und die Region galt laut Gouverneur Gladkow am Freitagmorgen kurzzeitig ein Luftalarm. Sieben Mehrfachraketenwerfergranaten seien abgefangen worden, allerdings habe es auch zwei Verletzte gegeben. Zu Schaden kamen in Belgorod demnach 23 Wohnungen in sieben Mehrfamilienhäusern sowie ein Schulgebäude und der angrenzende Sportplatz. In der Region wurden unter anderem fünf private Wohngebäude und zwei Einkaufszentren beschädigt, informierte der Politiker weiter.

Unabhängig überprüfen lassen sich all diese Angaben nicht. Der Krieg scheint aber mehr und mehr in der russischen Grenzregion anzukommen und damit auch Putins Truppen im eigenen Land zu beschäftigen. Die Partisanen verbreiten auch Aufnahmen von Kampfhandlungen im Gelände oder Luftschlägen und machen deutlich, dass ihr langfristiges Ziel die Absetzung von Putin und seinem Gefolge ist. Es dürfte also kein Zufall sein, dass die Angriffe intensiviert werden, kurz bevor sich der Präsident seine fünfte Amtszeit sichern will. Bislang hat der Kreml-Herrscher nur Spott für die Partisanen übrig. (mg)

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