Angriff auf die Cloud: Houthi-Rebellen treffen globale Wirtschaft

Houthi Angriff auf die Cloud
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Mit der Kappung von vier Unterseekabeln im Roten Meer haben die Houthi-Rebellen nicht nur die physische Verbindung zwischen Kontinenten gekappt, sondern auch die digitale Infrastruktur der Welt erschüttert: Dieser Angriff auf die Cloud, die das Rückgrat des Internets bildet, hat weitreichende Folgen für die globale Wirtschaft und den Internetverkehr.Während die Welt mit den unmittelbaren Folgen des Angriffs kämpft, spielt China im Hintergrund offenbar ein perfides Spiel.

Durch Houthi gekappte Seekabel: Globale Datenströme unterbrochen

Die Houthi-Rebellen haben die Achillesferse der modernen digitalen Wirtschaft entdeckt, die das Potenzial hat, einen noch stärkeren Schaden anzurichten als die Drohung, Schiffe zu versenken, die den Suez-Kanal durchqueren. Offenbar ist den Rebellen gelungen, vier Unterseekabel im Roten Meer zu kappen. Durch das Durchtrennen der Unterseekabel haben sie nicht nur die physische Verbindung zwischen Kontinenten gekappt, sondern auch die Cloud – das digitale Gewebe, das unsere Daten trägt – ins Wanken gebracht. Die daraus resultierenden Störungen könnten weitreichende Folgen haben, von Unterbrechungen in der Kommunikation bis hin zu Beeinträchtigungen im globalen Handel.

Die vier beschädigten Kabel sind von entscheidender Bedeutung, da sie zusammen etwa 25% des gesamten Datenverkehrs tragen, der durch das Rote Meer fließt. Dieser Verkehr stellt wiederum rund 80% des westwärts gerichteten Datenverkehrs aus Asien dar, was etwa 15% des gesamten asiatischen Datenverkehrs entspricht. In Zahlen ausgedrückt, sind das ungefähr 3% des gesamten Datenverkehrsvolumens aus Asien. Auf den ersten Blick mag dies wie eine geringe Zahl erscheinen, doch angesichts der Tatsache, dass die APAC-Region 2,6 Milliarden Online-Nutzer hat – ein Drittel der Menschheit –, entspricht dieses scheinbar kleine Prozent eine enorme Zahl von rund 78 Millionen Menschen. Die Kabel, die von einem Konsortium aus großen Telekommunikations- und Technologieunternehmen betrieben werden, sind somit ein wesentlicher Teil der digitalen Infrastruktur, die Asien mit dem Westen verbindet.

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Die geopolitischen Auswirkungen der Beschädigung der Unterseekabel sind weitreichend und komplex. Die meisten dieser Kabel, die die globalen Datenzentren verbinden und somit die Cloud bilden, werden von einem Konsortium aus großen Telekommunikations- und Technologieunternehmen betrieben. Diese Unternehmen, darunter Giganten wie Amazon, Meta, Microsoft, Google, Alibaba, Tencent und Huawei, haben ein vitales Interesse daran, ihre eigenen Cloud-Computing-Infrastrukturen zu besitzen und zu kontrollieren.

Über 20 Länder sind auf die eine oder andere Weise in die vier beschädigten Unterseekabel involviert – sei es direkt über staatseigene Telekommunikationsunternehmen oder indirekt über private Firmen und Investitionsvehikel innerhalb ihrer Gerichtsbarkeit. Dies verdeutlicht die strategische Bedeutung dieser Kabel, die nicht nur als technische Verbindungen dienen, sondern auch als Knotenpunkte der Macht und des Einflusses in der digitalen Ära.

Die Spur führt nach Hongkong

In den verworrenen Netzen der globalen Datenübertragung steht Hongkong im Mittelpunkt eines beunruhigenden Vorfalls. Die genauen Umstände, unter denen vier Unterseekabel im Roten Meer durchtrennt wurden, sind noch immer unklar. Die Houthi-Rebellen haben bisher keine Verantwortung für diese Schäden übernommen, obwohl sie damit schon in der Vergangenheit drohten. Ebenso gehen nicht nur US-amerikanische Offiziellen von einer Beteiligung der Houthi-Rebellen aus.

Während die Angriffe über und unter Wasser im Roten Meer weitergehen, stammt die einzige verlässliche Information über die Schäden an diesen Datenkabeln von einem Unternehmen aus Hongkong: HGC Global Communications. Als Betreiber digitaler Infrastrukturen und Breitbandanbieter befindet sich HGC unerwartet im Zentrum dieses digitalen Sturms.

Mit zwei prägnanten, sachlichen Erklärungen teilte HGC das Ausmaß und die Bedeutung des Schadens mit und erläuterte, wie es den Datenverkehr umgeleitet hat, um die Online-Dienste für seine Kunden aufrechtzuerhalten. Die Umleitung des Datenverkehrs war eine logistische Meisterleistung. Ein Teil des Verkehrs wurde zu den anderen elf unbeschädigten Kabeln unter dem Roten Meer umgeleitet. Ein anderer Teil floss ostwärts durch die USA und dann nach Europa – ein großer Umweg. Und ein Teil des Verkehrs ging tatsächlich durch das chinesische Festland über Landkabel, um schließlich Europa zu erreichen.

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Eine Umleitung durch das chinesische Festland mag bei einigen Alarmglocken läuten lassen, auch wenn es sich offensichtlich um den Versuch handelt, eine „außergewöhnlich seltene“ Notsituation zu bewältigen und nicht um eine absichtliche Fehlhandlung. Zudem ist China dafür bekannt, dass sie den Durchfluss durch die „Back Bones“ absichtlich drosseln und damit den Datenverkehr verlangsamen.
Die “Backbones” sind die Hauptdatenleitungen des Internets, vergleichbar mit den Hauptverkehrsadern einer Stadt. Sie bestehen aus einer Reihe von Hochgeschwindigkeitsleitungen, die die größten und wichtigsten Datenzentren und Netzwerkknotenpunkte weltweit miteinander verbinden.

China: Profiteur oder Opfer?

Die Rolle Chinas in diesem geopolitischen Schachspiel ist besonders perfide. Zwar ist China ein Hauptleidtragender der Houthi-Angriffe, die zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen führen. Allerdings trägt China durch seine Untätigkeit zur Eskalation der Spannungen im Nahen Osten bei. Die Unterstützung der Houthi-Rebellen durch China ist ein kalkuliertes Risiko, mit dem das Land hofft, die USA zu schwächen und die eigene Position im globalen Machtgefüge zu stärken. Die Heuchelei Chinas ist dabei besonders bemerkenswert, da es immer wieder die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit predigt. Die langfristigen Folgen der Angriffe könnten für China jedoch verheerend sein, da sie das Vertrauen in China als Handelspartner und globaler Akteur schwächen könnten.

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