Russische Verlusten nehmen ab: „Ist eine kritische Zeitspanne“

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Das ukrainische Militär meldet deutlich niedrigere Verluste auf Russlands Seite als in den vergangenen Wochen. Dahinter können mehrere Gründe stecken.

Kiew – Russlands Verluste im Ukraine-Krieg haben nach Einschätzungen des ukrainischen Militärs im letzten Monat deutliche Schwankungen erlebt. Wie der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte am Montag mitteilte, seien Berechnungen zufolge zwischen Sonntag und Montag rund 640 russische Soldaten ums Leben gekommen. Sollten die Zahlen stimmen, würde die Entwicklung für einen neuen Vorteil auf der Seite Russlands sprechen. In den Tagen zuvor wurden jeweils etwa 1000 tote Soldaten verzeichnet.

Russland verzeichnet deutlich weniger Verluste im Krieg gegen die Ukraine als in den letzten Wochen

Die Zahlen können nicht unabhängig überprüft werden. Im Vergleich zu jüngeren Einschätzungen des ukrainischen Militärs scheint Russland im Verlauf März erstmals deutlich weniger Soldaten zu verlieren als zuvor. Am 13. März wurde die Zahl noch auf 980 und am 14. März auf 970 geschätzt. Die meisten Verluste musste Russland zwischen Freitag (22. März) und Samstag (23. März) verzeichnen: An beiden besagten Tag sollen laut dem Generalstab jeweils rund 1000 Soldaten ums Leben gekommen sein.

Russische Soldaten im Sektor Awdijiwka an der Frontlinie. © IMAGO/Stanislav Krasilnikov

Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine wird die Zahl der russischen Verluste bis zum heutigen Tag (25. März) insgesamt auf 437.390 geschätzt. Der Generalstab veröffentlichte in seiner Übersicht, die in den sozialen Medien einsehbar ist, außerdem materielle Verluste. Russland habe demnach innerhalb der letzten 24 Stunden unter anderem auch elf Panzer, 25 Kampffahrzeuge und 22 Artilleriesysteme verloren.

Eine Übersicht über Russlands Verluste im Ukraine-Krieg (24. März bis 25. März):

  • Soldaten – etwa 437.390 (+640) Personen
  • Panzer – 6887 (+11) Einheiten
  • Gepanzerte Kampffahrzeuge – 13.183 (+25) Einheiten
  • Artilleriesysteme – 10.877 (+22) Einheiten
  • Luftabwehrsysteme / Flugabwehrsysteme – 726 (+3) Einheiten
  • Flugzeuge – 347 (+0) Einheiten
  • Hubschrauber – 325 (+0) Einheiten
  • Marschflugkörper – 2010 (+18)
  • Schiffe / Boote / Kriegsschiffe / Boote – 26 (+0) Einheiten
  • U-Boote / Unterseeboote – 1 (+0) Einheiten
  • Fahrzeuge und Kraftstofftanks – 14.454 (+47) Einheiten
  • Spezialausrüstung – 1785 (+7)
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Verluste von Soldaten auf beiden Seiten sind dabei stark abhängig von geplanten Offensiven und Ruhephasen im Ukraine-Krieg. Vor allem in der ersten Monatshälfte hatten russische Soldaten neue Angriffe westlich der ostukrainischen und hart umkämpften Industriestadt Awdijiwka gestartet. Das russische Verteidigungsministerium hatte vergangenen Dienstag anschließend mitgeteilt, dass das Dorf Orliwka im Donezker Gebiet unter russischer Kontrolle sei. Der ukrainische Generalstab hatte zuvor noch über abgewehrte Angriffe im Bereich der Ortschaft berichtet. Karten ukrainischer Militärbeobachter bestätigten jedoch die Frontverschiebung. Offensiven wie diese kosten Russland immer wieder zahlreiche Menschenleben in den eigenen Reihen, vor allem der Kampf um Awdijiwka im Februar.

Russische Verlusten im Ukraine-Krieg nehmen erstmals wieder deutlich ab: „Ist eine kritische Zeitspanne“

Seitdem haben die russischen Streitkräfte nach eigenen Angaben eine Reihe von Dörfern in der Region erobert, darunter Nevelske, Orlivka, Krasnoye und die Siedlung Ivanivske. Ein Vorteil könnte dabei vor allem der aktuelle Munitionsmangel der Ukraine darstellen. Wie das US-Nachrichtenportal ABC zwei US-Beamte zitiert, befürchten sie, dass der Mangel bis Ende März „katastrophal“ wird. Die beiden Beamten gaben ihre Einschätzung anonym in einem Interview im Februar ab. „Der Wendepunkt beginnt jetzt, und es wird immer schlimmer im Frühjahr und im Sommer. Diese Zeitspanne, in die wir eintreten, ist also eine kritische Zeitspanne“, sagte ein einer der hochrangigen US-Verteidigungsbeamten dem Sender.

Ob die niedrige Zahl an Verlusten auf russischer Seite direkt mit den jüngsten Erfolgen oder viel mehr taktischen Zurückhaltungen zusammenhängen, kann nicht offiziell bestätigt werden. Eine langfristige Entwicklung wird sich erst in den kommenden Tagen und Wochen ablesen können. (nz mit dpa-Informationen)

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